Der Molotow-Mann: Warum ich genau dieses Design gezeichnet habe

Der Molotow-Mann: Warum ich genau dieses Design gezeichnet habe

Es gibt Designs, die zeichnet man, weil man eine nette Idee hat. Und dann gibt es Designs, die entstehen aus purer Wut. Der Molotow-Mann gehört definitiv zur zweiten Kategorie.

Er ist das symbolische Abfackeln von all den dummen Worten, dem Druck und den Erwartungen, in ein System passen zu müssen, das einfach nicht für einen gemacht ist.

„Deine Ideen sind zu drüber“

Bevor ich mich voll auf REBELCORE und mein eigenes Ding konzentriert habe, habe ich noch bei einem Steuerberater im Marketing gearbeitet. Und dort hat man mich gefühlt jeden einzelnen Tag spüren: Du bist hier nicht richtig.

  • Meine Kleidung war nicht „angemessen“ genug.
  • Meine Ideen waren angeblich viel zu drüber.
  • Meine Art hat einfach nicht in das einheitliche, sterile Schema gepasst.

Es schaukelt sich langsam hoch. Erst sind es nur Blicke, dann Kommentare, und am Ende bist du die Person, wegen der die Küche plötzlich schlagartig leer wird, wenn du reinkommst – obwohl da fünf Minuten vorher noch fröhlicher Kaffeeklatsch gehalten wurde.

Wer so eine schleichende Ausgrenzung schon mal mitgemacht hat, weiß: Das fühlt sich in dem Moment einfach nur verdammt beschissen an.

Ein Molotowcocktail für das System

In genau dieser Phase – gelähmt zwischen der Wut im Bauch, dem Pflichtbewusstsein meiner Tochter gegenüber und dem Gefühl der Isolation – habe ich den Stift in die Hand genommen. Der Molotow-Mann war mein Ventil. Er steht für den Moment, in dem du aufhörst, um Erlaubnis zu fragen. Wo du all die Ratschläge, das Gerede und den Zwang zur Anpassung gedanklich auf einen Haufen wirfst und eine Lunte reinschmeißt.

Er war mein Versprechen an mich selbst: Ich verbiege mich für niemanden mehr.

Das Happy End hinter der Wut

Heute bin ich ehrlich gesagt froh, dass es damals genau so gekommen ist. Wenn die Leute im Büro nett gewesen wären, wenn ich mich irgendwie arrangiert hätte, hätte ich vielleicht nie das machen können, was ich eigentlich tun möchte.

Durch diesen Bruch habe ich mir endlich das erlaubt, was ich eigentlich schon immer machen wollte: Ich mache jetzt meine Weiterbildung in KI-gestützter Mediengestaltung und UI/UX-Design. Ich wollte immer Gestalten – und heute erfülle ich mir diesen Traum selbst.

Fazit

Wenn dir also das nächste Mal jemand sagt, du seist „zu drüber“, deine Klamotten seien zu auffällig oder deine Träume zu groß: Nimm es als Kompliment. Zieh dein Ding durch.

Der Molotow-Mann in deinem Rücken ist die Erinnerung daran, dass manchmal erst etwas abbrennen muss, damit du deinen eigenen Weg gehen kannst.

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